Weininvestment zu Zeiten von Covid-19

Wein bietet eine weitere Diversifizierung des eigenen Investment-Portfolios, ein reduziertes Risiko und verspricht langfristige Renditen. Eine Anlage ist daher – auch in Krisenzeiten – eine vielversprechende Ergänzung. In der Vergangenheit spürte der Weinmarkt im Vergleich zu anderen keine signifikanten Auswirkungen bei wirtschaftlichen Krisen und Einbrüchen an den Börsen. Seit der Finanzkrise vor über zehn Jahren hat der Weinmarkt auf negative Entwicklungen im Weltwirtschaftsmarkt stabil und mit sehr geringen negativen Entwicklungen – teilweise sogar mit Steigungen der Wein-Indizes – reagiert.

Durch den aktuellen Stillstand im gesellschaftlichen und kulturellen Leben wird in öffentlichen Einrichtungen wie Restaurants, Bars oder auf Events derzeit kein Wein konsumiert. Hinzu kommt eine Verlangsamung des Marktes durch priorisierte Gütertransporte und minimal besetzter Büros. Dies wirkt sich natürlich auch auf den Handel und die Logistik aus.

Aktuell gilt Abwarten und “Tee/Wein” trinken

Unsere englischen Wettbewerber empfehlen derzeit „Enjoy A Good Night’s Sleep“. Damit soll die Grundidee von Wein als Anlage verdeutlicht werden. Wein ist eine Anlage mit relativ geringem Risiko und stabilen Renditen und sehr abhängig von Angebot und Nachfrage. Nachgefragter Wein wird in limitierten Mengen produziert. Das Interesse und damit die Nachfrage für hochwertige Weine steigt weltweit, vor allem in Märkten, die Wein neu für sich entdecken und zunehmend Mittel für Genuss und Luxus zur Verfügung haben. Selbst während einer Krise, und vor allem, wenn der Konsum wieder zunimmt, bleiben diese Grundannahmen der Faktoren für die Wertsteigerung bestehen. Investoren in Wein können sich daher derzeit beruhigt zurücklehnen und auf die kommenden Entwicklungen gespannt sein. Historisch gesehen ist Wein von einer deutlich geringeren Volatilität geprägt als andere Anlageklassen. Es zeichnet sich als ein physisches Gut aus, welches keinen Totalverlust erleiden kann.

Wein verspricht mittel- bis langfristig Renditen

Das letzte halbe Jahr wurde Wein als Anlage vor besondere Herausforderungen gestellt. Es wurden neue Tarife in den USA auf den Import von Wein eingeführt, im asiatischen Markt war der Handel geprägt von Unruhen. Und dann folgt mit COVID-19 eine noch nie dagewesene Belastungsprobe für die gesamte Wirtschaft. Trotzdem sind die Weinwerte relativ stabil geblieben. Die Wein-Indizes haben sich nur um geringe einstellige Prozentpunkte negativ entwickelt, während einige Weine schon jetzt beginnen sich zu erholen. Wenn sich die Grundannahmen von Wein als Anlage nicht verändern, können sich Anleger in Wein auf Renditen bei einer 5- bis 10-jährigen Laufzeit freuen, was die starken kapitalerhaltenden Eigenschaften von Wein unterstreicht.

Edle Weine als stabiles Investment

In einer Zeit, in der Anleger ihre Portfolio-Zusammensetzung neu bewerten, halten wir es für wichtig, die Vorteile von Fine Wine als Portfolioergänzung noch einmal hervorzuheben und warum Anleger mit Wert auf Diversifizierung einen Teil ihres Kapitals der Anlageklasse Wein zuordnen sollten:

  • Ständige Wertschätzung
  • Geringe Volatilität
  • Vermögenserhaltung / defensive Anlageklasse insbesondere in turbulenten Märkten
  • Physischer Vermögenswert
  • Als Verbrauchsgut bietet Wein attraktive Steuervorteile

Aus diesen Gründen sind wir überzeugt, dass Fine Wine eine spannende Diversifizierungsmöglichkeit bietet. In den kommenden Wochen wird auf dem Markt noch ein gewisser Druck liegen, der möglicherweise auch interessante Kaufoptionen bieten kann. Wie zum Beispiel die Subskriptionskampagne der 2019er Bordeaux. Einer für uns historischen Kampagne, denn dies ist seit 1945 der erste Jahrgang, der vermutlich nicht vom Handel und der Presse verkostet werden kann, bevor die Verkäufe beginnen. Zum aktuellen Zeitpunkt ist weder klar, wann die Weine probiert werden können, noch wann die Verkäufe dieser Weine beginnen. Hoffnung besteht darin, dass dieser Jahrgang preislich so attraktiv werden kann wie der 2008er während der Finanzkrise.

 

Im Folgenden sind die Graphen zu finden, die unsere vorangehenden Thesen unterstützen.

Der LX 1000 (rot) von April 2018 bis März 2020 im Vergleich:

Der Liv-Ex 1000 fasst die 1000 am meisten gehandelten Weine zusammen und wird am letzten Tag eines jeden Monats berechnet. (Quelle: Liv-Ex)

Der LX 50 (rot) 01.12. 2019 bis 15.03. 2020 im Vergleich:

Der Liv-Ex 50 umfasst die fünf Premier Crus aus Bordeaux der letzten zehn Jahrgänge und wird täglich berechnet. (Quelle: Liv-Ex)

Der Zeitraum umfasst die Nachwirkungen im Weinhandel durch die Unruhen in Hong Kong, die neue Einführung der Zölle auf Wein in Amerika als auch der Beginn der Corona Krise.

Mehr Informationen zu Wein als Investment finden Sie hier.

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